Die Aufzeichnung eines Vernetzungsanlasses „Lösungsfokus in der Schule“ ist wert geschaut zu werden. Andy Balmer (1971-2026) stellt sein Konzept und seine Praxis von SolutionTrail vor und beschreibt zusammen mit den Teilnehmenden schulische Anwendungen.
– Einführung in den Solution Trail: lösungsfokussierte Spaziergänge/Wanderungen auf Schularealen oder in Städten, die Umgebungsreize nutzen, um Ressourcen, Stärken und Zukunftsorientierung ins Gespräch zu bringen.
– Grundprinzipien: Fragenrahmen im Draußen, wenig Vorwissen nötig, mental-körperliche Stärkung, unabhängig von Jahreszeit/Wetter/Profession; allein oder in Gruppen wiederholbar.
– Entwicklung in Schulen (Brittnau/Zofingen): Schulsozialarbeitende identifizieren Stationen (z. B. Wackelbrücke, Treppe, Kletternetz) und leiten dazu passende Fragen ab; Auswahl und Feinschliff im Team.
– Material und Beispiele: laminierte Karten mit Kurztexten/Fragen (z. B. Treppe = “Superkraft”/Skala; Kletternetz = Sicherheit/Verbindungen; Rutsche = Schwung/Energie; Brunnen = Ruhe bei “Sturm”); Adaptionen je Standort.
– Wirkung: positive Rückmeldungen von begleiteten Trails (Spaß, Fokus auf Stärken statt Probleme, Transfer in den Schulalltag); Abschlussfragen zur Reflexion.
– Erfahrungen mit Jugendlichen/Erwachsenen: gemischte Reaktionen bei frei gelassenem Rahmen, insgesamt gute Annahme; Coaching im Gehen/Park fördert Gesprächsfluss, Embodiment und Ortsanker.
– Umsetzung & Aufwand: mit Lösungsfokus-Erfahrung rasch entwickelbar (ein Teamtag + Pilot); ohne Vorerfahrung Einführung sinnvoll; Budget oft limitierend, aber skalier- und wiederverwendbar.
– Digital versus haptisch: QR-Codes und PDFs verfügbar; Präferenz für Haptik (Broschüren/Karten) zur Ablenkungsreduktion, dennoch digitale Varianten möglich.
– Erweiterungen: Projektwochen, Kinder entwickeln eigene Trails/Fragen; Fragenkompetenz (offen/geschlossen, lösungsorientiert) als Lernziel; Einsatz in Teamentwicklung, BGM, Stadtführungen.
– Gruppenerkenntnisse/Ideen: Lernende platzieren Fragen selbst “wo sie passen”; Ortsbezug schafft erinnerbare Ressourcenanker; Selbstcoaching im Schulhaus; “Guerilla”-Ansatz mit Post-its/kleinen Tafeln; Vielfalt der Anwendung als zentrales Takeaway.
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